Ferienabenteuer 2.0
Hallöchen!
Nach einem Tag der Erholung kam ich in der zweiten Woche auch einiges rum. Ich war zum Beispiel Shoppen in Santa Cruz, Bummeln in Candelaria und eine Bootstour bei los Christianos. Was wir genau in der zweiten Woche getrieben haben, auch wenn es weniger spektakulär war als die erste Woche, und wie sich mein persönlicher Gemütszustand verändert hat, erfahrt ihr hier.
Den Montag habe ich, genau wie den Sonntag, mit entspannen und etwas rumhängen verbracht. Ich habe ein wenig gelesen, Serien geschaut und mir einen schönen Tag gemacht. An dem Dienstag habe ich einer Schülerin aus der 2. Klasse Nachhilfe gegeben. Das mache ich seit der letzten Woche vor den Ferien einmal die Woche (eigentlich immer Dienstag). Das Kind ist meistens ziemlich pflegeleicht und es lässt sich gut mit ihr zusammenarbeiten. Etwas chaotisch wird es dann, wenn der Vater oder die Mutter mit mir reden wollen. Mit dem Vater spreche ich englisch, mit der Mutter eher mit Händen und Füßen, da sie weder deutsch, noch englisch spricht und ich Bekannterweise kein spanisch. Nachmittags waren meine Nachbarin Bela und ich in Santa Cruz einige Klamotten kaufen. Ich bin sogar fündig geworden und bin nun die stolze Besitzerin einer rostroten Leinenhose und einem neuen Badeanzug. Am Mittwoch war ich, wieder mit Bela, in Candelaria. Das ist ein Ort in der Nähe von Tabaiba. Dort haben wir einige Klamotten gekauft, unter anderem einen wirklich tollen Jumpsuit. Natürlich durfte das obligatorische Eis nicht fehlen. Vor dem Eis haben wir in einem Restaurant nähe der Kirche gegessen. Wir dachten erst, dass die Portionen etwas klein sind, am Ende hat es uns aber trotzdem ohne Probleme gesättigt. Ich hatte Nudeln mit Käsesauce, gefüllt mit Birne. Klingt nach einem wilden Mix - ist es auch. Schmeckt aber wirklich klasse, kann ich also nur empfehlen. Nachdem wir auch in Candelaria den Sonnenuntergang genossen haben, sind wir nachhause gefahren und ziemlich kaputt ins Bett gefallen. Die Temperatur hier ist wirklich aushaltbar, das Problem ist eher die Sonne, die alles und jeden kaputt brennt und hier viel stärker ist als bei uns in Deutschland.
Candelaria
Den Donnerstag verbrachte ich mit einer Praktikantin die nicht wie die meisten von uns in Tabaiba, sondern in Santa Cruz wohnt. Sie hatte besuch von ihrem kleinen Bruder und zusammen mit ihrem Freund sind wir in den Süden nach los Christianos gefahren. Dort haben wir an einer dreistündigen Bootstour teilgenommen, bei der man sogar mehrmals Wale sehen konnte. Die Wale hatten eine starke Ähnlichkeit mit Delfinen, jedoch konnte man an der Kopfform erkennen, dass es sich um Belugawale handelte. Das Boot war ein Catamaran und relativ klein, hat also wirklich stark geschaukelt und geschwankt. Ich war froh, dass ich so geistesgegenwärtig war und vor dem losfahren eine Reisetablette genommen habe. Sonst hätte ich die Zeit vermutlich empfunden wie die Hölle auf Erden. Nachdem die Bootstour vorbei war, waren wir noch ein Eis essen und haben uns dann auf den Rückweg gemacht. Im Auto haben wir spontan beschlossen zusammen Abendessen zu kochen und dann einige Spiele zu spielen. Das Essen war wirklich lecker und mit den Spielen und einem Wein konnten wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Bootstour
Den Freitag habe ich wieder zuhause verbracht und habe mich auf die Woche nach den Ferien vorbereitet, da ich dort direkt einige Stunden Unterricht halten sollte. Abends habe ich mit der Praktikanten-WG die über mir wohnen zusammen GNTM geschaut (auch eine Sache, die sich eingeschlichen hat). Samstag habe ich mich mit meiner Mitbewohnerin Hannah und ihrer Freundin Antonia auf den Weg zum Surfen in el Médano gemacht. Bevor wir uns über das Surfen Gedanken gemacht haben, waren wir in einem kleinen Veganer Restaurant essen und anschließend in einem kleinen Klamottenladen, in dem ich ein wirklich schönes T-Shirt gefunden habe. Danach waren leider so gut wie keine Wellen da, wir dachten aber trotzdem, dass wir es mal für eine Stunde probieren wollen. Das Ende vom Lied war, dass weder der Neoprenanzug sonderlich gut saß, noch gute Wellen dabei waren. Zusätzlich hatte ich das Problem, dass das Board super rutschig war und ich immer runtergeflutscht bin. Das war super frustrierend und ich war am Ende einfach nur genervt. Das letzte mal surfen mit meinem Mitbewohner hat ja so gut geklappt und diesmal habe ich mich wieder gefühlt wie ein absoluter Anfänger der nicht einmal schafft auf dem Board zu liegen. Nachdem wir die ausgeliehenen Sachen zurückgegeben haben, haben wir uns noch für einige Zeit an den Strand gelegt. Leider war es so windig, dass das eher weniger Spaß gemacht hat. Wir haben also nicht so super lange verweilt, sondern haben uns dann langsam auf den Heimweg gemacht. Auf dem Weg zum Bus haben wir noch ein Eis und Churros gegessen - wirklich nur empfehlenswert. Den letzten Tag der Woche und damit auch der Ferien habe ich wieder entspannt zuhause verbracht und mich emotional auf die Schule vorbereitet.
Nun jetzt aber zu der Frage, die vermutlich am wichtigsten ist: Wie geht es mir hier? Es hat sich auf jeden Fall deutlich verbessert. Wenn ich jetzt den Beitrag von vor einigen Wochen lese, dann kann ich die Sachen nach wie vor verstehen, kann jetzt aber besser damit umgehen. Ich finde die Arbeit in der Schule leider nach wie vor nicht sonderlich bereichernd, aber einzelne Unterrichtsstunden machen mir sehr viel spaß und ich habe das Gefühl, dass es nicht überall irrelevant ist, ob ich da bin oder eben nicht. Ich bin irgendwie ein bisschen angekommen. Ich mache einiges mit zwei Leuten aus meiner WG, wodurch ich mich deutlich wohler fühle. Es ist beispielsweise auch gemeinsames Grillen mit Antonia und einem weiteren Freund von ihnen geplant. Außerdem surfe ich jetzt häufiger und habe das für mich entdeckt. Auch mein soziales Umfeld setzt sich langsam fest. Ich mache viel mit den Leuten die bei mir im gleichen Haus wohnen, aber auch mit einigen die in Santa Cruz oder La Laguna (der Studistadt hier) wohnen. Ich bin nicht mehr alleine und so verloren hier. Ich mache jetzt beispielsweise auch zweimal die Woche einen Salsa und Bachata Tanzkurs mit drei anderen Praktikantinnen zusammen. Auch so kleine Sachen wie das gemeinsame GNTM schauen mit den anderen macht für mich einen großen Unterschied - ich habe mich einfach inzwischen ein bisschen eingelebt. Und ich bin wirklich froh darüber.
Über den 1. Mai (der ist hier auch frei) bin ich mit drei anderen Praktikantinnen auf la Gomera (eine andere Insel hier in der Nähe). Wir werden mit der Fähre fahren, haben ein Auto für die Zeit auf der Insel gebucht und werden in einem süßen Air BnB mit nähe zum Strand wohnen. Wie mir das verlängerte Wochenende gefallen hat und was wir so getrieben haben, erfahrt ihr in einem der nächsten Blogeinträge.
Bis dahin heißt es wie immer: schönen Tag, schöne Woche, schönen Monat und schönes Leben.
Elli










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Liebe Kiara,