Ankommen. Und direkt wieder gehen?

Hallöchen!

Heute soll es um meine ersten Tage und Wochen gehen und warum ich zu Beginn das Gefühl hatte, dass ich hier falsch bin. Ob sich das geändert hat und was ich in der letzten Zeit alles gesehen und unternommen habe, erfahrt ihr hier.

Nachdem ich angekommen bin, habe ich erstmal ausgeräumt und über den Tag verteilt meine Mitbewohnis kennengelernt. Das war wirklich nett und ich konnte mir auch schon ein paar Infos geben lassen, wo man einkaufen kann, wie man zum Meer kommt und wo die Bushaltestelle ist. Den ersten vollen Tag auf Teneriffa hatte ich noch frei und habe meine Zeit mit einkaufen und am Meer verbracht. Habe mir da auch (wie sollte es anders sein) einen Sonnenbrand geholt. Am nächsten Tag ging es dann direkt los in die Schule. Ich war Donnerstag und Freitag komplett in der Grundschule eingesetzt, da super viele Leute krank waren. Ich sage ganz ehrlich, dass diese zwei Tage meine persönliche Hölle waren. Die Kinder waren mir deutlich zu jung, ich wusste nicht so ganz, wie ich mit diesem dauerhaft hohem Lautstärkepegel klarkommen soll und es war für die ersten beiden Tage direkt sehr viel. Auch außerhalb der Schule hatte ich das Gefühl keinen Anschluss gefunden zu haben und da ich ein sehr sozialer Mensch bin, hat mich das sehr belastet und die Zeit hat sich für mich auch sehr lang angefühlt. Nach diesen ersten Tagen war ich mir auch sicher, dass ich das halbe Jahr nicht durchhalten werde. Es war nicht nur der Job in der Schule (bei dem ich auch vormittags nicht wirklich etwas zu tun hatte und nur abends bei der Kinderbetreuung eingesetzt war), der mir keinen Spaß gemacht hat, sondern auch das soziale und die vielen Berge. Jedes Ding, was eigentlich ein Tropfen auf einem heißen Stein wäre, wog auf einmal viel schwerer. Trotzdem habe ich mir selbst gesagt, dass ich es noch 2 Wochen probieren werde, bevor ich die Flinte ins Korn schmeiße.

Die erste Besserung gab es schon an meinem ersten Wochenende. Ich verbrachte samst Sonnige Grüße auf Sonntag bei einer anderen Freiwilligen auf der anderen Seite der Insel. Wir haben viel gemacht und gesehen, ich hänge euch später noch einige Bilder von dem Wochenende an. Wir waren zum Beispiel in Garachico. Das ist ein kleines Örtchen direkt am Meer, wo vor längerer Zeit zwei Lavazungen von einem Vulkausbruch Teile des Ortes zerstört haben. Außerdem haben wir den ältesten Drachenbaum der Welt gerutschten können - welcher aber ehrlicherweise eher eine Enttäuschung war.

Noch besser wurde es dann in meiner ersten vollen Woche. Ich wurde von den anderen Praktikantinnen super lieb empfangen und wurde direkt eingebunden. Deswegen waren wir am Freitag zum Beispiel Montags in Santa Cruz und haben gebummelt. Dort wurde mir ein kleines, super süßes Café gezeigt, welches ich auch am Mittwoch nochmal mit der anderen Freiwilligen besucht habe. Donnerstags war ich mit meinem einen Mitbewohner und zwei Praktikantinnen, welche auch bei mir im Haus wohnen in Tabaiba unten am Strand. Wir haben Karten gespielt, geschnackt und haben uns einfach eine gute Zeit gemacht. Abends kamen dann noch ein paar Mädels vorbei, wir haben Pizza bestellt und GNTM geschaut. Am Freitag hatte Ich nur kurz Schule und war danach mit anderen Praktikantinnen surfen. Das war für mich das erste mal und hat mir ziemlichen Spaß gemacht. Auch, wenn ich nie wirklich auf dem Board gestanden habe bin ich motiviert, diesen Freitag es nochmal auszuprobieren. Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Mit meinem Mitbewohner spiele ich immer mal wieder Doppelkopf, ich bin zwar unfassbar schlecht, aber einmal war ich sogar für einen kurzen Moment besser als er und hatte mehr Punkte. Das war wirklich mein Highlight, da ich sonst immer bei 50 Minuspunkten gelandet bin. Am Samstag waren einige der anderen Praktikantinnen und ich noch an dem Sandstrand in Radazul (direkt neben Tabaiba), an dem wir den ganzen Tag verbracht haben. Wir konnten total viele Fische beobachten und haben einfach ein bisschen am Strand rumgelegen. Natürlich habe ich mir wieder Teile meiner Haut verbrannt. Die Sonne hier ist wirklich extrem und trotz mehrmaligem eincremen mit einer 50+ Sonnencreme bin ich gegrillt worden. Ich komme sogar hier wieder mehr zum lesen, was mich wirklich glücklich macht. Zuhause in Göttingen habe ich dafür ja fast gar keine Zeit finden können.

Alles in allem kann man also behaupten, dass ich nun doch auf Teneriffa angekommen bin. Ich fühle mich inzwischen wohl und bin motiviert ganz viel zu erleben und von der Insel zu sehen. In den Osterferien ist auch einiges geplant, davon erzähle ich dann aber, wenn es soweit ist. 

Wir lesen zum bestimmt bald wieder und bis dahin wünsche ich euch einen schönen Tag, eine schöne Woche, einen schönen Monat und ein schönes Leben.

Sonnige Grüße, Elli


Garachico

Die Freiwillige mit der ich unterwegs war und ich in Garachico

       Der älteste Drachenbaum                            Eine kleine Straße in der Nähe des Baums

Die Freiwillige und ich in einem Eingang von einem Café

Der Strand in Puerto de la Cruz (mit schwarzem Sand)

Tabaiba bei Nacht
 
Tabaiba bei Tag, vom gleichen Punktaus wie das Foto bei Nacht

 
Der Weg von Tabaiba nach Radazul
 
 
 Aussicht auf den Strand in Tabaiba

Ein Teil der Treppen in Tabaiba, die gegangen werden müssen, wenn man zum Meer möchte




 
Das erste Mal surfen mit anderen Praktis

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