Abschiedsfeier, Koffer packen und der Abschied
Freut mich, dass es dich wieder auf meinen Blog verschlagen hat und ich interessant genug für dich bin, damit du meinen Blog liest! Heute geht es um den Abschied in jeglicher Hinsicht und wie es bei mir mit dem Koffer packen aussah.
Fangen wir mit dem Koffer an. Ich habe einen großen Koffer, einen Handgepäckskoffer und einen kleinen Tagesrucksack. Den Laptop musste ich aus Gewichtsgründen in die Hand nehmen.
Ich habe knapp drei Wochen vor der tatsächlichen Ausreise meinen Koffer einmal Probegepackt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch komplett 8 Kilo an Gewicht frei und super viel Platz, ich war selber überrascht. Auf dieser Basis habe ich mir eine drei Seiten lange Packliste verfasst, damit ich auch wirklich nichts vergesse. Außerdem habe ich eine Liste gemacht mit Dingen, die noch vor der Ausreise erledigt werden und besorgt werden müssen. Den Tag vor der Ausreise, der Tag nach meiner Abschiedsfeier, habe ich all meine Sachen in meinem Koffer verstaut und bin ihn wiegen gegangen. Dann kam der Schock – 5 Kilo zu viel! Ich wusste selber nicht, wie das passieren konnte. Beim Vorpacken hatte ich schließlich so viel Platz und noch Gewicht übrig.
Also hieß es, alles wieder raus und aussortieren, was ich nicht unbedingt brauche. Auch wenn es sich jetzt so leicht anhört, es ist schwerer, als man denken mag.
Nach langem hin und her hat dann doch alles irgendwie mehr oder weniger gepasst. Jetzt bleibt nur die Hoffnung, dass ich wirklich nichts vergessen habe.
Kommen wir zum schwerstem an der ganzen Reise: Der Abschied.
Ich hatte zwei Abschiedsfeiern. Eine mit meinen Freunden, an dem Freitag vor meiner Ausreise und eine mit meiner Familie den Tag danach.
Die Feier mit meinen Freunden war eine wirklich tolle Fete! Wir hatten tolles Wetter, leckere Hot Dogs, viel kaltes Bier, eine Discokugel und eine Nebelmaschine. Es war einfach nur der Hammer! Wäre da nicht der Nachbar gewesen, der uns die ganze Zeit mit der Polizei gedroht hat. Viele Tränen und viele Biere später lag ich dann im Bett. Am nächste Tag ging es mir wirklich nicht gut. Vielleicht, sogar eigentlich sehr sicher, habe ich zu tief ins Glas geschaut. Mir war schlecht, ich hatte Kopfschmerzen und ich dachte, dass es mir nie schlechter gehen könnte, als jetzt. Irgendwie habe ich mich dann doch durch den Tag geschleppt, mit Freunden die Reste der Feier aufgeräumt und bin nach Hause zu meiner nächsten Feier gefahren.
Die Feier mit meiner Familie war auch wirklich toll! Es gab gegrillte Burger. Gegen 21 Uhr habe ich mich dazu entschieden, zu einem Notfallzahnarzt zu gehen, da mit schon den ganzen Tag meine linken Backenzähne so wehgetan haben. Also war die Feier für mich mehr oder weniger Abrupt zu ende. Mit meinen Zähnen war nichts Schlimmes, es war wohl einfach eine Überempfindlichkeit.
Montagnacht sind mein Vater, meine Tante und ich zum Flughafen nach Leipzig geflogen. Meine Mutter konnte leider nicht mitkommen, da sie krank war. Am Flughafen wurde, wie wohl immer, viel rumgesessen und gewartet. Der tatsächliche Abschied mit meinem Vater und meiner Tante war nicht so schlimm, wie ich dachte. Eigentlich ließ es mich emotional sogar relativ kalt. Vielleicht lag es an der Situation oder daran, dass ich es noch nicht richtig realisieren konnte, dass wir uns ein Jahr lang nicht sehen werden. Wie dem auch sei. Nach dem Abschied bin ich durch die Sicherheitskontrolle gegangen, habe weiter rumgesessen und gewartet und bin dann schlussendlich über Wien nach New York City geflogen.
Damit ich etwas habe, was ich mitnehmen kann, habe ich ein Abschiedsbuch erstellt, wo jeder Reinschreiben konnte, der wollte. Rückblickend, bin ich manchen Personen vielleicht wirklich ein wenig mit diesem Buch auf den Sack gegangen. Aber in diesem Augenblick war mir das Buch nun mal sehr wichtig und ich wollte, dass jeder, der mir auf irgendeiner Ebene etwas bedeutet, dort hineinschreibt. Das hat auch super geklappt und jetzt habe ich ein fast volles Buch und werde mir, wenn ich Heimweh habe oder einfach ein wenig Support brauche, eine Seite aus dem Buch durchlesen.
Ich hoffe, ich konnt4e irgendwie einen kleinen Einblick geben und will mich an dieser Stelle nochmal an allen Leuten bedanken, die in das Buch reingeschrieben haben und mit mir zusammen gefeiert haben.
Ich werde euch alle sehr vermissen, aber wir können ja ganz oft skypen und so den Kontakt halten!
Bis zum nächstem mal.
Liebe Grüße, Kiara.


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Liebe Kiara,